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Von 20.04. bis 28.05.2010 fand am Lehrstuhl für Germanistik in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturforum in Prag die Ausstellung "Wiener Moderne um 1900" statt.

Vernissage: 20.04.2010, 16 Uhr
Begrüßungsworte: Direktor des ÖKF in Prag Dr. Florian Haug
Eröffnung: Mag. Susanne Christof (Lehrstuhl für Germanistik)
Kontakt: Mgr. Jana Hrdličková, Ph.D. (jhrdlickova@yahoo.de)

Nach der Ausstellung im Jahre 2009, auf der das Bauwerk von Adolf Loos präsentiert wurde, konnte im Wintersemester 2009 mit zwei weiteren Ausstellungen angeknüpft werden, die sich mit österreichischer Architektur in Fotografien von Walter Zednicek befassten: Im November und Dezember 2009 konnten Interessierte das Werk des österreichischen Jungendstilkünstlers, Josef Hoffmann und der Wiener Werkstätte bewundern und im Sommersemester 2010 die Wiener Moderne um 1900.

Wien war zur damaligen Zeit eine Weltmetropole und gleichzeitig die zehntgrößte Stadt Europas. Nach dem extremen Bevölkerungszuwachs innerhalb des 19. Jahrhunderts, um es in Zahlen zu nennen: Ein Zuwachs von 850 000 auf 2 Millionen Einwohner rechtfertigte in erster Linie alle Bauvorhaben. Ende des 19. Jahrhunderts war Otto Wagner der Erste, der sich intensiv mit der Stadtplanung beschäftigte und in einem neuen Stil begann zu bauen, um sich vom kaiserlich dominierten Historismus abzugrenzen.

Die Eröffnung der Vernissage zur Ausstellung, die über einen Monat an der Nordböhmischen Universität gastierte, fand am 20.04.2010 statt. Aus diesem Anlass kam auch der Direktor des Österreichischen Kulturforums, Dr. Florian Haug aus Prag, angereist, um die Ausstellung im gegebenen Rahmen zu eröffnen. Nach den einführenden Worten von der Institutsleiterin der Germanistik Frau Mag.a. Cornejo Ph.D. und Herrn Dr. Haug, nützte die Österreich-Lektorin, Maga Christof diese Möglichkeit, den anwesenden Gästen, die Zeit der Jahrhundertwende in Wien in bildender Kunst und Literatur näher zu vermitteln. Sie führte kurz durch die Ausstellung, um sich dann im Anschluss mit dem Schlüsselwerk des Jugendstils, dem Bau des Secessionsgebäude in Wien, genauer zu beschäftigen. Anhand des Baues gab sie die wichtigsten Merkmale dieser Epoche, deren Philosophie, Hintergründe und Grundideen der Architektur wieder, damit die Ausstellungsbesucher diese Elemente und Grundformen des Jugendstils auch in den anderen Ausstellungsstücken wieder fanden.

Danach wurde das Buffet eröffnet und so konnten die Studierenden, die Mitglieder des Lehrstuhls und auch die anwesende Dekanin der Philosophischen Fakultät, Doc. PhDr. Hrubá, Ph.D. in einer angenehmen Atmosphäre über die Ausstellungsstücke diskutierten.